Die Olivenbäume in Manzara Bahçe sind mehr als Teil der Landschaft.
Sie sind Träger von Beziehungen.
Die Bäume sind nummeriert, einige tragen bereits Namen. Seit Beginn der Idee von Manzara Bahçe laden wir Freunde und Gäste ein, einen Olivenbaum auszuwählen und ihm einen Namen zu geben. Diese Geste ist bewusst einfach gehalten. Sie ist kein Besitzversprechen und keine Verpflichtung, sondern ein Zeichen der Verbundenheit.
Indem ein Mensch einem Baum einen Namen gibt, entsteht eine stille Beziehung.
Der Baum bleibt am Ort. Der Mensch geht weiter. Doch die Verbindung kann bestehen bleiben und sich weiterentwickeln.
Der Olivenbaum steht für Beständigkeit, Geduld und Zeit.
Er wächst langsam, trägt über Generationen hinweg und überlebt oft den Menschen, der ihn gepflanzt hat. Gerade deshalb eignet er sich als Träger von Beziehung. Er erinnert daran, dass Verbindung
nicht von Nähe lebt, sondern von Aufmerksamkeit.
Auch wenn diese Idee zunächst intuitiv entstanden ist, trägt sie eine klare Haltung in sich:
Wir möchten in Verbindung bleiben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.
Manzara Bahçe versteht sich nicht als abgeschlossener Ort, sondern als lebendiges Geflecht von Beziehungen. Die Olivenbäume machen dieses Geflecht sichtbar. Jeder Baum steht für eine Geschichte – und jede Geschichte bleibt offen.
Der Olivenbaum „Istanbuluzern“ ist Armin Meienberg, dem Verein und dessen engagierten Mitgliedern gewidmet.
Er erinnert an eine besondere Verbindung, die sich leicht und fast schwerelos zwischen Luzern und Istanbul entfaltet hat
So wird die Natur zum Träger von Erinnerung, Begegnung und Zukunft.
Die Olivenbäume in Manzara Bahçe sind eine stille Einladung, in Verbindung zu bleiben – über Zeit, Entfernung und Veränderung hinweg.
Erdoğan Altındiş
MANZARA ISTANBUL
