Istanbuluzern ist im Juni 2016 nach dem viel zu frühen Tod von Armin Meienberg (*1964 in Luzern, † 2015 in Ebikon) gegründet worden. Im Gedenken an diesen eminenten Freund Istanbuls und sein Engagement bauen wir weiter an der kulturellen Brücke, die Meienberg von Luzern an den Bosporus zu schlagen verstanden hat. Zusammen mit Manzara Istanbul tragen wir das Kultur-Stipendium Armin Meienberg, welches einmal jährlich für kreative Menschen aus dem Kanton Luzern oder aus Istanbul ausgeschrieben wird, und veranstalten immer wieder Anlässe in Luzern, die in Zusammenhang mit Istanbul stehen.


Die aktuellen Ereignisse in der Türkei, die der politisch unabhängige Verein mit grosser Aufmerksamkeit beobachtet, können nicht Anlass sein, den Vereinszweck nicht weiter zu verfolgen. Das Gegenteil ist der Fall. Unser Engagement bedeutet keinen unmittelbaren Kommentar der politischen Verhältnisse, weder in Istanbul noch in Luzern. Wir bieten die Chance zum Einblick. Zwar bildet die Kultur eine jederzeit verletzliche Brücke, doch wesentliche Teile ihrer elastischen Statik bestehen aus Neugier und Empathie. Begabte Menschen tauschen sich aus, transformieren und dokumentieren Situationen, sie machen das scheinbar Fremde verständlich. Diese Teilnahme am andern darf gerade in schwierigen Zeiten nicht unterbrochen werden.

AKTUELL

Dienstag, 4. Juni 2019, 19 Uhr

Industriestrasse 9, Luzern

ANGELIKA OVERATH LIEST AUS «EIN WINTER IN  ISTANBUL»

Lesung und Gespräch – Moderation Regula Jeger

 

Die 1957 in Karlsruhe geborene Reporterin und Schriftstellerin, Autorin des literarischen Tagebuchs über ihre Wahlheimat Sent «Alle Farben des Schnees», hat zehn Monate am Bosporus gelebt und stellt ihren neuen Roman über einen Engadiner in Istanbul vor.
Goldenes Horn, Bosporus, das alte Byzanz: Angelika Overath erzählt von einer Stadt voller Schönheit und Widersprüche, in der eine unerwartete Liebe möglich wird. 
Einen Winter will Cla, Religionslehrer aus dem Engadin, in Istanbul verbringen. Er arbeitet an einer Studie über die Konstantinopel-Mission von Nikolaus von Kues. Doch kaum lernt Cla den jungen türkischen Kellner Baran kennen, taucht er mit ihm ein ihn die Stadt. In ihren Gesprächen prallt die spätmittelalterliche Welt mit ihrer Trennung in Ost- und Westkirche unmittelbar auf das religiös gespaltene Istanbul der Gegenwart.

 

Kollekte

 



Im Anschluss an die Lesung wird uns Franciska Lazri mit ihren live produzierten, wunderbaren Börek verwöhnen und wir stossen gerne mit Ihnen gemeinsam dazu an.

Wir freuen uns auf Ihr Beisein!

 

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Flyer zum Anlass
ISLU_Flyer_Lesung_2019_mailing.pdf
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SELIN DETTWILER BEKOMMT
DAS KULTURSTIPENDIUM ARMIN MEIENBERG

 

Bereits zum dritten Mal schrieb der Verein Istanbuluzern ein Stipendium für eine zehnwöchige Residency aus.
Insgesamt gingen acht qualitativ hochstehende Bewerbungen von Luzerner Kulturschaffenden ein.
Nach zwei intensiven Jurysitzungen fiel die Wahl fiel auf Selin Dettwiler (*1990), die die Fachjury mit ihrem poetischen, biographisch inspirierten, transkulturellen und transdisziplinären Film-Lyrik-Projekt Hüzün überzeugte.
Sie wird das Projekt im Herbst 2019 gemeinsam mit Michael Baumann, Drehbuchentwickler und Lyriker, während zehn Wochen in Istanbul verfolgen und umsetzen.

 

Der Vorstand von Istanbuluzern gratuliert Selin Dettwiler sehr herzlich und freut sich auf das Ergebnis dieser facettenreichen, visuellen und literarischen Recherche von Selin Dettwiler und Michael Baumann, die sie mit einem Film und einer begleitenden Publikation auf den Punkt bringen und auch der Luzerner Bevölkerung vermitteln wollen.

Weitere Infomationen zu Selin Dettwiler und ihrem Projekt finden sie hier

 

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Als Vereins-Mitglied tragen Sie zur Unterstützung und Förderung des Kultur-Stipendiums Armin Meienberg bei, erhalten aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten und werden zu allen Istanbuluzern-Anlässen persönlich eingeladen. Weitere Informationen